Kurzanalyse Schule und Bildung

Berufliche Ausbildung in Heidelberg

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Wozu dienen die Kurzanalysen Schule und Bildung?

Das neue Online-Format “Kurzanalyse Schule und Bildung” bietet eine datenbasierte und kompakte Übersicht zu verschiedenen Themenbereichen der Schulentwicklung. Episodisch werden zu Themenbereichen wie beispielsweise dem Übergang-Schule-Beruf, BNE oder der Schülerzahlenentwicklung in Heidelberg Analysen erscheinen. Alle Kurzanalysen haben einen einheitlichen Aufbau. Für besonders eilige Leser und Leserinnen gibt es am Ende der Einleitung immer eine Übersicht, in der zentrale Ergebnisse kurz zusammengefasst sind.


1. Einleitung: Heidelberg als Standort für berufliche Ausbildung

Die berufliche Ausbildung an den Berufsschulen in Heidelberg spielt eine entscheidende Rolle für die Fachkräftesicherung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Mit einem breiten Spektrum an Ausbildungsberufen, das von kaufmännischen und technischen über soziale bis hin zu Gesundheitsberufen reicht, bieten die Schulen den Schülerinnen und Schülern vielfältige Perspektiven für ihre berufliche Zukunft. Berufsschulen sind Teil des dualen Ausbildungssystems: Sie vermitteln Auszubildenden parallel zur praktischen Arbeit im Betrieb die notwendigen theoretischen Kenntnisse.

Basierend auf Daten der amtlichen Schulstatistik liegt im ersten Teil der Schwerpunkt auf den Berufsschulen in Heidelberg. Folgende Leitfragen werden gestellt:

Welche Berufsschulen gibt es in der Region Rhein-Neckar?

Wie entwickeln sich die Schülerzahlen an Berufsschulen in Heidelberg?

Wie sieht das Einzugsgebiet der Berufsschulen in Heidelberg aus?

Wie gestaltet sich die Altersverteilung an den Berufsschulen in Heidelberg?

Im zweiten Teil dieser Kurzanalyse wird die Ausbildungssituation in Heidelberg anhand von Daten der Agentur für Arbeit betrachtet. Folgende Fragen sollen beantwortet werden:

Wie entwickelt sich die Bewerber-Stellen-Relation in Heidelberg?

Welche Ausbildungsberufe werden am häufigsten angetreten? Gibt es geschlechterspezifische Unterschiede bei der Wahl der Ausbildung?

Übersicht
In den vergangenen Jahren ist an den Berufsschulen in Heidelberg tendenziell ein Rückgang der Schülerzahlen zu beobachten. Im Schuljahr 2024/25 konnte dieser Trend jedoch gestoppt werden. Die meisten Schülerinnen und Schüler wählen ein Berufsfeld im Bereich Kaufmännisch & Verwaltung, gefolgt von Gesundheit & Soziales sowie Handwerk & Technik. Die Berufsschulen in Heidelberg ziehen dabei nicht nur Jugendliche aus der Rhein-Neckar-Region an, circa 80% der Schülerschaft wohnt außerhalb Heidelbergs. Die Altersstruktur der Schülerinnen und Schüler bleibt über die Jahre weitgehend stabil. Der größte Anteil der Schülerinnen und Schüler ist zwischen 18 und 22 Jahre alt, wobei sich im Zeitverlauf eine leichte Tendenz zu einem höheren Eintrittsalter abzeichnet. Die Ausbildungssituation ist derzeit günstig: 2024 kamen in Heidelberg rund zwei Ausbildungsstellen auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber. Bei der Wahl der Ausbildungsberufe bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer entscheiden sich häufiger für handwerklich-technische Berufe, Frauen eher für Tätigkeiten im Sozial- und Gesundheitswesen. Dieses Muster zeigt sich sowohl in Heidelberg als auch auf Landesebene in Baden-Württemberg.

2. Berufsschulen in Heidelberg

2.1 Berufsschulen in der Region Rhein-Neckar

Abbildung 1 zeigt die Berufsschulen in der Region Rhein-Neckar. Per Klick lassen sich die Schulen nach Profiltyp – kaufmännisch, gewerblich oder hauswirtschaftlich – filtern. Die Punktgröße steht für die Schülerzahl, je mehr Schülerinnen und Schüler, desto größer der Punkt. Die Farben markieren die Schulträger: Blau für den Rhein-Neckar-Kreis, Rot für die Stadt Heidelberg und Gelb für die Stadt Mannheim. Über CartoDB oder Esri World Imagery können Sie zudem zwischen einer klassischen Straßenkarte und einer Satellitenansicht wechseln.

Abbildung 1: Berufsschulen der Region Rhein-Neckar, Mannheim und Heidelberg - interaktive Karte
Datenquelle: (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2023)

In Heidelberg gibt es fünf öffentliche berufliche Schulen, die verschiedene Berufsschulen mit unterschiedlichen Profilrichtungen vereinen. Die kaufmännischen Profile werden an der Willy-Hellpach-Schule und der Julius-Springer-Schule angeboten. Gewerblich-technische sowie landwirtschaftliche Profile finden sich an der Carl-Bosch-Schule und der Johannes-Gutenberg-Schule. Die Marie-Baum-Schule & Hotelfachschule ist spezialisiert auf die Bereiche Gesundheit, Soziales, Hauswirtschaft und Biotechnologie.

2.2 Entwicklung der Schülerzahlen an den Berufsschulen in Heidelberg

Zunächst zeigt Abbildung 2 die Entwicklung der Schülerzahlen an den öffentlichen Berufsschulen seit 2017, aufgeschlüsselt nach Herkunft aus Heidelberg, Baden-Württemberg und außerhalb Baden-Württembergs. Im nächsten Schritt differenziert Abbildung 3 die Schülerzahlenentwicklung nach den einzelnen Berufsschulen. Bei allen Grafiken werden ihnen die jeweiligen Werte angezeigt, Wenn Sie mit dem Cursor auf ein Balkensegment gehen. Mit Klick in die Legende können Sie zudem einzelne Kategorien ausblenden und nur die für Sie relevanten Werte betrachten. Mit Klick auf das Fotosymbol über dem Balkendiagramm haben Sie auch die Möglichkeit die Grafiken zu downloaden.

Abbildung 2: Entwicklung der Berufsschulen Gesamt
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2025)

Seit 2018 sinken die Schülerzahlen an Berufsschulen stetig. Im Schuljahr 24/25 ist erstmals wieder ein Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen, der sich im Folgejahr aber nicht fortsetzt. Die Herkünfte der Schülerinnen und Schüler bleiben über die Zeit relativ stabil: Rund 20% der Schülerinnen und Schüler kommen aus Heidelberg, etwa 70% aus dem Rhein-Neckar-Kreis und circa 10% von außerhalb Baden-Württembergs.

Abbildung 3: Entwicklung der Berufsschulen
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2025)

Die Johannes-Gutenberg-Schule zählt mit rund 975 Schülerinnen und Schülern zur größten Berufsschule der Region. Knapp dahinter liegt die Willy-Hellpach-Schule mit etwa 917 Lernenden. Die kleinste Einrichtung ist die Marie-Baum-Schule mit lediglich rund 279 Schülerinnen und Schülern.
Die Schulen unterscheiden sich auch bei den Herkünften deutlich. An der Marie-Baum-Schule beträgt der Anteil der Heidelbeger 2025 knapp 35%. An der Willy-Hellpach-Schule. Johannes-Gutenberg-Schule und der Julius-Springer-Schule rund 15%. An der Carl-Bosch-Schule sind dagegen nur 13,8% Heidelberger Schülerinnen und Schüler.
Die Carl-Bosch-Schule hat einen Anteil von circa 22% der Schülerschaft die ihren Wohnsitz außerhalb von Baden-Württemberg hat.

Die Heidelberger Berufsschulen bieten ein breites Angebot an Berufsfeldern an. Abbildung 4 zeigt die Berufsfelder an den Schulen für das Schuljahr 2024/2025.

Abbildung 4: Berufsfelder im Schuljahr 2024/2025
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2024)

Auf der Y-Achse sind die einzelnen Überkategorien für Berufsfelder aufgelistet. Die einzelnen Berufsfelder werden als Punkte innerhalb dieser Kategorien dargestellt, von links nach rechts aufsteigend nach der Schülerzahl. Über die Legende können die einzelnen Schulen angezeigt oder ausgeblendet werden. So kann man einen guten Eindruck darüber gewinnen, in welchen Kategorien die Schulen besonders stark vertreten sind.

Abbildung 5: Entwicklung der Schülerzahlen nach Berufsfeld
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2024)

Die Schülerzahlen in den einzelnen Berufsfeldern haben sich zwischen 2018 und 2024 insgesamt nur geringfügig verändert. Am stärksten nachgefragt ist der Bereich Kaufmännisch & Verwaltung mit rund 1.400 Schülerinnen und Schülern, gefolgt von Gesundheit & Soziales mit etwa 1.000 sowie Handwerk & Technik mit ungefähr 700 Schülerinnen und Schülern.

2.3 Einzugsgebiet der Berufsschulen der Stadt Heidelberg

In Abbildung Abbildung 6 wird deutlich wird, dass die Berufsschulen in Heidelberg nicht nur Schülerinnen und Schüler aus der Region Rhein-Neckar anziehen. Einen vertieften Einblick bietet das interaktive Dashboard zur Beruflichen Bildung, das in Kürze auf dem Berichtsportal erreichbar sein wird. Dort lassen sich die Statistiken zu den beruflichen Schulen in Heidelberg interaktiv erkunden und individuell zusammenstellen.

Abbildung 6: Einzugsgebiet der Berufsschulen
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2024)

2.4 Altersverteilung an Berufsschulen

In der amtlichen Schulstatistik wird das Alter der Schülerinnen und Schüler in der Spanne von unter 15 bis über 30 Jahren erfasst. Hieraus ergibt sich die folgende Altersverteilung der Berufsschulen der Stadt Heidelberg. In den ausgewerteten Daten streut der Median, der Wert in der Mitte der erfassten Altersverteilung, zwischen 19 und 21 Jahren. Es zeigt sich eine leichte Zunahme des Alters in allen drei Berufsschulzweigen. Die kaufmännischen Berufsschulen sind im Durchschnitt älter, die gewerblichen Berufsschulen hingegen eher jünger. Hinsichtlich der erfassten Geschlechter sind die Männer, die zukünftig Kaufleute werden wollen, im Durchschnitt älter, während die Schülerinnen der haus- und landwirtschaftlichen bzw. sozialwissenschaftlichen und pflegerischen Berufsschulen im Durchschnitt jünger sind.

Tabelle 1: Altersverteilung der Schülerinnen und Schüler
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2024)
merkmal
2008 bis 2023
2023
2024
Median Mittelwert Median Mittelwert Median Mittelwert
kaufmännische Berufsschulen
insgesamt 20,00 20,25 20,00 20,39 20,00 21,02
männlich 20,00 20,77 20,00 20,86 21,00 21,27
weiblich 20,00 20,08 20,00 20,27 20,00 20,94
haus- und landwirtschaftliche / sozialwissenschaftliche und pflegerische Berufsschulen
insgesamt 19,00 19,67 20,00 20,45 20,00 20,77
männlich 19,00 19,67 19,00 20,24 19,00 20,31
weiblich 19,00 19,67 20,00 20,76 20,00 21,45
gewerbliche Berufsschulen
insgesamt 19,00 19,57 20,00 20,06 20,00 20,54
männlich 19,00 19,57 19,00 19,99 20,00 20,41
weiblich 19,00 19,57 20,00 20,42 20,00 20,96
Abbildung 7: Altersverteilung der Schülerinnen und Schüler
Datenquelle: (Stadt Heidelberg 2024)

Die Abbildung 7 zeigt die Altersverteilung der Schülerinnen und Schüler in drei verschiedenen Berufsschularten von 2017 bis 2024 anhand von Boxplots. Die Farben kennzeichnen die Merkmale „insgesamt“, „männlich“ und „weiblich“. Ein Boxplot stellt die Verteilung einer numerischen Größe dar, wobei die Box den Bereich zwischen dem unteren und oberen Quartil angibt und der Querstrich in der Box den Median markiert. Ausreißer sind durch einzelne Punkte oberhalb oder unterhalb der Box erkennbar. Die Altersverteilungen bleiben über die Jahre hinweg weitgehend konstant, der größte Teil der Schülerinnen und Schüler ist etwa zwischen 18 und 22 Jahre alt.

Weitere Informationen und statistische Einblicke zu den Berufsschulen in Heidelberg finden Sie auch im Bericht Schule und Bildung (Stadt Heidleberg 2022, 184–232).

3. Ausbildungssituation in Heidelberg

Die Tabelle 2 zeigt die Entwicklung von Ausbildungsplätzen und Bewerberzahlen in den Jahren 2021/22 bis 2023/24 in Heidelberg. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber steigt leicht von 3.278 auf 3.549, während die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen relativ stabil bleibt, zuletzt bei rund 4.500. („Einmündend“ bedeutet, dass Bewerber erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt wurden.) Es zeigt sich ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage: Es gibt mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber. Das bedeutet für die Bewerbenden bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz, während es für die Betriebe zunehmend schwieriger wird, alle offenen Stellen zu besetzen. Die Zahlen stammen von der Bundesagentur für Arbeit aus dem September 2025. Da das Ausbildungsjahr im September startet, decken die Zahlen genau ein Berichtsjahr ab.

3.1 Anzahl der Ausbildungsplätze

Tabelle 2: Bewerberinnen und Bewerber sowie Berufsausbildungsstellen
Datenquelle:(Bundesagentur für Arbeit 2025)
Merkmale 2021/22 2022/23 2023/24
Bewerberinnen und Bewerber 3.278 3.497 3.549
einmündend 1.649 1.699 1.824
noch suchend unversorgt 48 56 73
noch suchend mit Alternative 413 463 403
nicht mehr suchend andere ehemalige 1.168 1.279 1.249
Berufsausbildungsstellen 3.592 3.688 3.659
betrieblich 3.216 3.213 3.246
dar. noch unbesetzt 532 556 521
außerbetrieblich 376 475 413
Bewerber / 100 Stellen 101,9 108,8 109,3
Unversorgte / 100 unbesetzte Stellen 9,0 10,1 14,0

3.2 Bewerber-Stellen-Relation im Zeitverlauf

Abbildung 8 zeigt die Entwicklung der Bewerber-Stellen-Relation in Heidelberg im Vergleich zu Baden-Württemberg seit 2014. Die Bewerber-Stellen-Relation gibt Aufschluss über das Verhältnis von Ausbildungsplätzen zu Bewerbenden und ermöglicht deshalb eine Einschätzung der Chancen auf einen Ausbildungsplatz sowie potenzieller Engpässe oder Überangebote.

Abbildung 8: Bewerber-Stellen-Relation im Zeitverlauf
Datenquelle: (Bundesagentur für Arbeit 2025)

Insgesamt stehen die Chancen für Jugendliche auf einen Ausbildungsplatz in Heidelberg gut: Im Jahr 2024 kommen ca. zwei (1,9) Berufsausbildungsstellen auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber. In Baden-Württemberg sind es dagegen nur circa 1,5 Berufsausbildungsstellen auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber. Seit 2014 hat sich die Situation für die Jugendlichen in Heidelberg jedoch leicht verschlechtert. Während die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze im betrachteten Zeitraum mit rund 1.000 Stellen weitgehend konstant blieb, stieg die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im selben Zeitraum um etwa 19% – von 480 auf 570. Die Ergebnisse der aktuellen Heidelberg Studie legen nahe, dass die Zufriedenheit mit der Ausbildungssituation bei den Jugendlichen dennoch weiterhin hoch ist. In der Altersgruppe 16 bis 29 bewerten 43% das Ausbildungsplatzangebot in Heidelberg als sehr gut, während nur 8% es als weniger bzw. überhaupt nicht gut einschätzen (Stadt Heidleberg 2023, 21ff.).

3.3 Gefragte Ausbildungsberufe

In den folgenden zwei Grafiken sind die Bewerberzahlen der zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe in Baden-Württemberg von 2021 bis 2024 getrennt nach Geschlecht dargestellt. Die Daten basieren auf der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die Bewerberinnen und Bewerber sowie gemeldete Ausbildungsstellen im Bereich der BBiG-reglementierten Berufe erfassen, sofern sie das Angebot der Agenturen für Arbeit oder Jobcenter genutzt haben.

In Baden-Württemberg zeigen sich geschlechtsspezifische Unterschiede bei den beliebtesten Ausbildungsberufen. Frauen bewerben sich vor allem für medizinische, kaufmännische und verwaltungsnahe Berufe, während Männer technische Berufe wählen. Bei den Männern ist ein Rückgang der Bewerberzahlen für Kfz-Mechatroniker zu beobachten, während die Zahlen bei Frauen in den Spitzenberufen stabil bleiben. Insgesamt bleibt die Berufswahl stark geschlechtsspezifisch geprägt, mit nur wenigen Überschneidungen in kaufmännischen Berufen.

Abbildung 9: Diagramm Bewerberzahlen der beliebtesten Ausbildungsberufen bei Frauen in BW
Datenquelle: (Bundesagentur für Arbeit 2025)

Hinweis: In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit wird die statistische Geheimhaltung durch Rundung sichergestellt. Die Rundungsbasis ist zehn, jeder Wert wird also auf das jeweils nächstliegende Vielfache von zehn gerundet. Bis zur Endziffer vier wird abgerundet, ab fünf aufgerundet (kaufmännisches Runden). Die größte mögliche Abweichung eines dargestellten Werts vom Originalwert beträgt also fünf.

Abbildung 10: Diagramm Bewerberzahlen der beliebtesten Ausbildungsberufen bei Männern in BW
Datenquelle: (Bundesagentur für Arbeit 2025)

Auch in Heidelberg zeigen sich diese Unterschiede bei der Ausbildungswahl zwischen Männern und Frauen. Die Tabelle 3 und Tabelle 4 zeigen die Entwicklung der zehn beliebtesten Ausbildungsberufe im Zeitraum zwischen 2021 bis 2024 für Heidelberg als Tabelle. Der beliebteste Ausbildungsberuf bei den Männer ist hier 2024 beispielsweise Kfz-Mechatroniker/ PKW-Technik, während bei Frauen Medizinische/r Fachangestellte/r am häufigsten gewählt wird.

Tabelle 3: Beliebteste Ausbildungsberufe bei Männern in HD
Datenquelle: (Bundesagentur für Arbeit 2025)
Berufsbezeichnung 2021 2022 2023 2024
Kfz.mechatroniker - PKW-Technik 20 20 20 30
Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung 20 10 20 20
Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik 10 0 10 20
Fachinformatiker/in - Systemintegration 0 0 10 20
Fachlagerist/in 20 10 10 10
Kaufmann/-frau im Einzelhandel 20 0 0 10
Verkäufer/in 10 20 10 10
Anlagenmech. - Sanitär-/Heiz.-Klimatech. 0 10 10 10
Tischler/in 0 0 10 10
Bankkaufmann/-frau 0 0 0 10

Hinweis: In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit wird die statistische Geheimhaltung durch Rundung sichergestellt. Die Rundungsbasis ist zehn, jeder Wert wird also auf das jeweils nächstliegende Vielfache von zehn gerundet. Bis zur Endziffer vier wird abgerundet, ab fünf aufgerundet (kaufmännisches Runden). Die größte mögliche Abweichung eines dargestellten Werts vom Originalwert beträgt also fünf.

Tabelle 4: Beliebteste Ausbildungsberufe bei Frauen in HD
Datenquelle: (Bundesagentur für Arbeit 2025)
Berufsbezeichnung 2021 20221 2023 2024
Medizinische/r Fachangestellte/r 30 - 30 40
Kaufmann/-frau - Büromanagement 20 - 20 20
Verkäufer/in 20 - 10 10
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r 20 - 10 10
Friseur/in 10 - 10 10
Kaufmann/-frau im Einzelhandel 10 - 10 10
Tischler/in 0 - 0 10
Med.gestalter Digit.u.Print - Designkon. 0 - 0 10
Automobilkaufmann/-frau 0 - 0 10
Verwaltungsfachangest.- Kommunalverwalt. 0 - 0 10
1 keine Daten vorhanden.

Hinweis: In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit wird die statistische Geheimhaltung durch Rundung sichergestellt. Die Rundungsbasis ist zehn, jeder Wert wird also auf das jeweils nächstliegende Vielfache von zehn gerundet. Bis zur Endziffer vier wird abgerundet, ab fünf aufgerundet (kaufmännisches Runden). Die größte mögliche Abweichung eines dargestellten Werts vom Originalwert beträgt also fünf.

4. Abschluss: Ausbildungssituation und Wirtschaftsstandort Heidelberg

Abschließend zur Analyse der Berufsschulen und der Ausbildungssituation in Heidelberg soll ein kurzer Blick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf geworfen werden, eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Lebensqualität einer Region. Die Abbildung 11 zeigt, Mannheim und Stuttgart haben im Städtevergleich ein höheres BIP pro Kopf. Heidelberg liegt beim BIP pro Kopf dennoch deutlich über dem Durchschnitt von Baden-Württemberg und der Rhein-Neckar-Region. Diese stabile wirtschaftliche Situation bildet eine wichtige Grundlage für die Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort. Gleichzeitig trägt ein starker Berufsschulstandort dazu bei, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. So bedingen sich Wirtschaftskraft und Bildungseinrichtungen wechselseitig und schaffen gemeinsam die Rahmenbedingungen für die regionale Zukunft.

Abbildung 11: BIP im Vergleich
Datenquelle: (Statistisches Bundesamt 2023)

5. Kontakt & Literaturverzeichnis

Seite zuletzt aktualisiert: 11.03.2026 10:42

Literatur

Bundesagentur für Arbeit. 2025. Ausbildungsmarktstatistik. Herausgegeben von Bundesagentur für Arbeit. Nürnberg. https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Fachstatistiken/Ausbildungsmarkt/Ausbildungsmarkt-Nav.html.
Stadt Heidelberg. 2024. Amtliche Schulstatistik 2024/2025. Herausgegeben von Stadt Heidelberg. Heidelberg.
———. 2025. Amtliche Schulstatistik 2025/2026. Herausgegeben von Stadt Heidelberg. Heidelberg.
Stadt Heidleberg. 2022. Bericht Schule und Bildung: Heidelberg 2020/21. Herausgegeben von Stadt Heidelberg. Heidelberg. https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg2021/get/documents_E-1606278615/heidelberg/Objektdatenbank/40/PDF/40_pdf_Bericht%20Schule%20und%20Bildung%20Heidelberg.pdf.
———. 2023. Heidelberg-Studie 2024: Leben und gesellschaftliche Teilhabe in Heidelberg. Herausgegeben von Stadt Heidelberg. Heidelberg. https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg2021/get/documents_E-723720506/heidelberg/Objektdatenbank/12/PDF/Statistik/Heidelberg-Studie/12_pdf_Heidelberg-Studie_2023.pdf.
Statistisches Bundesamt. 2023. Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik. Herausgegeben von Statistisches Bundesamt. Wiesbaden. https://www.statistikportal.de/de/vgrdl/ergebnisse-kreisebene/bruttoinlandsprodukt-bruttowertschoepfung-kreise.
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. 2023. Schulen in Baden-Württemberg Schuljahr 2023/24. Herausgegeben von Statistisches Landesamt Baden-württemberg. Stuttgart. https://www.statistik-bw.de/Service/Veroeff/Verzeichnisse/113024001.bs.